Trickschule

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Der Drachen
Für den Trickflug brauchst du spezielle Drachen, die einen tiefen Bauch haben. Erkundige dich direkt beim Kauf, ob der Drachen tricktauglich ist. Trickdrachen unterscheiden sich auch häufig in ihren Möglichkeiten. Sie haben Stärken und Schwächen. Erkundige dich welche Tricks der Drachen problemlos macht und welche nicht. Dann weißt du beim Üben, wenn's nicht klappt wenigstens, ob es an dir liegt! Frage auch danach, bei welchem Wind dein Drachen fliegt: es gibt 0-Wind-, Leicht-, Normal- und Starkwind-Drachen und das hat nicht unbedingt mit Gewicht oder Größe zu tun!

Wenn du blutiger Anfänger bist, ist es ratsam, einen etwas größeren Drachen wählen (ab 160 cm Spannweite). Kleine Drachen sind zwar preisgünstiger, aber auch schwerer zu fliegen. Sie bewegen sich schneller, was bei Anfängern schon mal Panik auslöst. Und wenn das Erfolgserlebnis ausbleibt, gibt man ja gerne auf, weil Freizeit schließlich stressfrei der Unterhaltung dienen sollte. Die Leinenlänge sollte 20-25 m betragen. Mit dieser Leinenlänge steht eine angemessene Reaktionszeit zur Verfügung. Je kürzer die Leine ist, umso direkter reagiert der Drachen. Preislich erhält man gute Einsteiger-Drachen ab 65 €. Auch die Leine ist eine wichtige Komponente beim Tricksen. Sie sollte möglichst steif und dehnungsarm sein. Das Leinenset liegt bei ca. 20 €. Wenn du Tricks fliegen willst, spar nicht zu sehr an der Leine!

Foto ©Prism

Bevor du Tricks versuchst, noch ein kleiner Rat: Am besten lernst du, wenn jemand es dir zeigt. Sprich einfach Flieger an - nur keine Hemmungen! Wenn du jemanden gefunden hast, dann bleib zumindest mit dem jeweiligen Trick bei ihm. Sonst kann es zu Verwirrung kommen, weil die meisten ihre Art zu fliegen als die Allein-seelig-machende empfinden ;-). Lernvideos sind auch sehr klasse. Es dauert ein paar Tage, manchmal Wochen, bis ein Trick überhaupt funktioniert. Dann braucht es etwas, bis das Ganze auch elegant aussieht. Zwischendurch kommen Phasen, wo nichts klappt und du meinst, alles aufgeben zu müssen, weil nix klappt. Nur nicht beirren lassen! Irgendwann platzt der Knoten bestimmt! (Ich habe für meinen ersten Axel eine Woche gebraucht. Für den ersten Spinaxel dann aber zwei Monate, obwohl andere den Trick in wenigen Tagen drauf hatten.)

Das Windfenster
Windfenster nennt man den Bereich (ca. 160°) in dem geflogen wird. In der Mitte ist der Wind am stärksten, zum Windfensterrand hin wird der immer schwächer. Diesen Bereich nutzen die Flieger gerne zum Tricksen. Was optimale Windbedingungen sind ... dein Geschmack wird sich einschießen. Für Anfänger ist eine schwache bis mäßige Brise mit einem Normalwinddrachen meist einfacher zu fliegen (wobei Letztere schon recht windig ist s.u.). Unter Basics und Tricks findest du allerhand Beschreibungen. Die Links Prism-Animation verlinken direkt auf die entsprechenden Tricks.

Windtabelle



Beaufortgrad Bezeichnung km/h Wirkung
0Windstille0Rauch steigt gerade auf.
1leiser Zug1 - 5Rauch zeigt Windrichtung an
2leichte Brise6 - 11Wind spürbar; Fahnen bewegen sich
3schwache Brise12 - 19dünne Zweige besegen sich; Fahne streckt sich
4mäßige Brise20 - 28Wind hebt Staub; dünne Äste bewegt
5frische Brise29 - 38dünne Bäume bewegt, normale Leine reißt


   Achtung - wichtig für Newbees

Möglicherweise erscheinen dir die folgenden Sicherheitstipps belächelnswert, aber befolgen sollte man sie unbedingt!
Lenkdrachen gehören nicht in Kinderhände. Kinder ab 12 Jahre dürfen zwar fliegen, aber bitte unter Aufsicht! Andere Personen dürfen sich nicht in deiner Flugbahn befinden. Deltas können ungeheure Kräfte aufbauen. Und nicht nur das, auch die Leinen können messerscharf schwere Verletzungen erzeugen. Denk an melonenweiche Köpfe und die Ohren oder Halsschlagadern deiner Mitmenschen. Keinesfalls bei Gewitter fliegen. Nicht in der Nähe von Stromleitungen fliegen. Auch Brücken können gefährlich werden. Hinter dir darf kein Abgrund oder Kanal sein. Gerne liegen auch unersetzbare Trickmaschinen hinter dir(bei mir war's ein Jam Session).

Achtung! Was kann theoretisch mit deinem Drachen bei Abstürzen geschehen:
Wenn du den Drachen mit der Nase in den Boden rammst, kann der mittlere Stab (Kielstab) zersplittern.
Reißt du an den Leinen, um den Drachen wieder in Startposition zu bringen, können die Seitenstäbe (Leitkanten) brechen.
Fliegst du den Drachen bei zu starkem Wind, leiden u. U. die unteren Spreizstäbe (Spreize).
Schleift der Drachen über steinigen oder gefrorenen Boden, können Löcher im Tuch einreißen.
Jagende Hunde stürzen sich hin und wieder auf den Drachen und beißen Löcher oder schlitzen mit ihren Reißzähnen das Tuch auf. Sogar die Leinen können Hunde durchbeißen.



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